Das Heilfasten

Das Heilfasten ist eine der bekanntesten Methoden der Naturheilkunde. Hierbei wird über  einen längeren Zeitraum (je nach Methode) wenig bis gar keine Nahrung aufgenommen.  Dieser Vorgang soll dabei helfen, den Körper zu entgiften und zu entschlacken.  Des Weiteren dient  diese Behandlungsmethode auch oft der „seelischen Reinigung“, soll also dafür sorgen, dass der Patient sich auch psychisch wieder besser fühlt.

Physisch macht sich das Heilfasten vor Allem dadurch bemerkbar, dass der Körper nach etwa 1 bis 2 Tagen in einen „Hungerstoffwechsel“ übergeht. Das heißt, dass der Energieverbrauch so weit wie möglich runtergefahren wird.  Dies hat zur Auswirkung, dass der Blutdruck sinkt und dadurch auch Herz und Kreislauf entlastet werden.  Außerdem wird der Körper bei diesem Vorgang entwässert.  In dieser Zeit verliert der Patient ungefähr 400 Gramm Gewicht am Tag, bestehend in erster Linie aus Eiweiß, falls dies nicht ersetzt wird.  Denn die Eiweiß- und Fettreserven werden  beim Fasten als erstes aufgelöst.

Bei einer längerfristigen Fastenkur werden im Laufe der Zeit Endorphine ausgeschüttet, um den Nahrungsmangel für den Körper erträglicher zu gestalten. Allerdings ist es von Mensch zu Mensch unterschiedlich, wann dieser Punkt eintritt. Er erleichtert die Zeit jedoch enorm.  Denn gerade wenn man zum ersten Mal fastet, ist es sehr ungewohnt, sich ausschließlich flüssig zu ernähren.  Der Körper braucht daher auch erst einige Zeit, um sich an die neue Situation zu gewöhnen.

Vom Fasten abgeraten wird Personen, die über Einschränkungen jeglicher Art verfügen. Besonders gefährlich ist fasten für schwangere, bzw. stillende Frauen; Kinder, die jünger sind als ca. 10 Jahre; Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion; Krebskranke; stark Untergewichtige und  Diabetiker des Typ1.  Auch bei bekannten psychischen Störungen ist das  vom Fasten eher abzuraten.  In jedem Fall sollte ein solcher Prozess aber so oder so nur unter ärztlicher Aufsicht stattfinden,  da bei unsachgemäßem Verhalten eine enorme Belastung für den Körper entstehen kann.

Die Naturheilkunde

Was genau steckt eigentlich hinter der Bezeichnung „Naturheilkunde“?  Diese Frage stellen sich viele Menschen in der heutigen Zeit, da der Begriff immer häufiger auftaucht.

Die Antwort ist eigentlich relativ einfach: Die Naturheilkunde ist eine alternative Form der Medizin, in der in erster Line mit Heilpflanzen gearbeitet wird. Reguläre Medikamente werden hier so gut wie gar nicht eingesetzt.  Es geht hierbei auch viel mehr darum, die Selbstheilung des Körpers zu aktivieren, als Krankheitssymptome nur mit Medikamenten zu unterdrücken.  Der Mediziner Alfred Brauchle hat Anfang der 50er Jahre folgende Punkte als Grundsätze für die Naturheilkunde festgelegt:

Das Licht, die Bewegung, die Sonne, die Nahrung, die Luft, die Kälte, das Wasser, die Ruhe, die Gedanken, die Erde, die Willensvorgänge, die Gefühle und die Atmung.

Diese Punkte gelten als wichtige Aspekte für natürlche Heilverfahren.  Sie sind auch immer wieder in den verschiedenen Therapien, die mittlerweile aus der Naturheilkunde entstanden sind, zu finden. Die bekanntesten Methoden der alternativen Heilmedizin sind

 

-Die Bewegungstherapie

Hierbei handelt es sich meist um „Krankengymnastik“ oder vom Arzt verschriebene Massagen.

- die Phytotherapie

Die Phytotherapie arbeitet in erster Line mit Pflanzenwirkstoffen

-die Hydrotherapie bzw. Balneotherapie

Bei diesen Formen der Therapie handelt es sich um Wasseranwendungen, wie z.B. die bekannte Kneipp-Kur.

- die Aromatherapie

In der Aromatherapie werden ätherische Öle dazu verwendet, das Wohlbefinden zu steigern und den Gesundheitsstand positiv zu beeinflussen.

-Diätetik

Eine Form der Diät, die direkt auf ein entsprechendes Krankheitsbild zugeschnitten ist. Durch die richtige Auswahl an Nahrung soll der Heilungsprozess beschleunigt werden.

-Heilfasten

Heilfasten beschreibt die Enthaltung der Nahrungsaufnahme über einen bestimmten Zeitraum. Es soll dazu dienen, den Körper zu entschlacken bzw. zu entgiften.

 

In Deutschland gibt es mittlerweile knapp 14.000 Ärzte, die mit dem Naturheilverfahren arbeiten und ihre Behandlungen dementsprechend angepasst haben.  Gerade bei Heilpraktikern findet die Naturheilkunde sehr großen Anklang, fast jeder arbeitet in irgendeiner Form damit.